fk Gorleben. Zu einer Hochwildjagd mit demonstrativem Nebeneffekt hatte Andreas Graf von Bernstorff gestern Mittag eingeladen. Bei strahlendem Jagdwetter und ungestört von den vielen aktuellen Waldbenutzern gingen die Waidmänner und -frauen ihrer Tagesarbeit nach.
Eine solche Jagd sei in seinem forstwirtschaftlichen Betrieb an der Tagesordnung, erklärte Graf von Bernstorff einigen Journalisten. Es gehe darum, den Wildbestand zu regulieren, um Waldschäden zu begrenzen. Die Jagd am Castortag war allerdings doch etwas Besonderes. Das Waldstück zwischen Gedelitz und der Transportstrecke war nicht ausschließlich wegen des Wildbestandes gewählt. Mittags meldete der Jagdherr die Gesellschaft bei der Polizei in Lüchow an. Ein großer Waldstreifen in der Nähe der B 191 vor Gorleben sollte aus Sicherheitsgründen ausgespart bleiben. Außer dem Rot- und Schwarzwild galt die Jagd der Demonstration von Rechtsansprüchen. Von Bernstorff ist Eigentümer des Waldes. Außerdem ist er Betreiber eines Forstbetriebes. Damit hat er den gleichen Rechtsanspruch wie die Castor-Eigentümer. Denn Anlass des Transportes von La Hague nach Gorleben ist das Eigentumsrecht der Atommüllbesitzer auf die Verfügung über ihr Eigentum. Gleiches Recht beanspruchte die Jagdgesellschaft am Dienstag.